Die Post in Riehl - 2017-04

Das Kaiserliche Postamt in Riehl

Drehen wir das Rad der Geschichte 120 Jahre zurück. Wie sah es damals in Riehl aus?

In der „Goldenen Ecke“ lagen der Zoo, die Flora, die Radrennbahn und viele Lokale. Am Wochenende war das die Vergnügungsmeile für die Kölner, die auch gerne mal von ihrem Ausflug eine Postkarte an die Lieben senden wollten.

 

Die ersten Häuser wurden in dieser Zeit auf der Stammheimer Straße errichtet und die Bewohner mussten ihre postalischen Angelegenheiten regeln. In der Barbarastraße wurden die ersten Kasernen errichtet und die Soldaten wollten gerne mit einer Ansichtskarte den Angehörigen zeigen, wo sie stationiert waren.

 

Hier beginnt die Geschichte von dem Riehler „Kaiserlichen Postamt“ bis zu heutigen Postagentur. Am 1.12.1893 wurde in der Stammheimer Str. 63 das erste Riehler Postamt eröffnet. Dieses Amt war bald zu klein und die Post errichtete einen Neubau. Das alte Postamt wurde dann als Lokal „Alte Post“ genutzt, bis es im Krieg zerstört wurde. Nach dem Krieg wurde das Haus Stammheimer Str. 63 durch einen Neubau als reines Wohnhaus ersetzt.

 

Das neue „Kaiserliche Postamt“ wurde in der Stammheimer Str. 115 errichtet und 1910 eröffnet. Diese größeren Räumlichkeiten entsprachen der Zunahme der Bevölkerung und konnten allen anfallenden Aufgaben bis 2007 gerecht werden. Heute befindet sich in diesen Räumen ein Gesundheitszentrum.

Anfang der 1950er Jahre gab es noch das Postamt Riehl 2 in der Eichhornstr. 2/4 (heute Niehler Gebiet).

 

Am 13.11.2007 wurde das Riehler Postamt 1 aufgelöst und die Aufgaben wurden einer Postagentur übertragen. Leider hat damit die Post die zentrale Lage in der Ortsmitte verloren und die Aufgaben einem Pächter im Riehler Tal 13 übertragen. Am 14. November 2016 erfolgte dann ein erneuter Pächterwechsel. Herr Kamal Popat übernahm nicht nur die Postagentur, sondern verkauft auch – wie sein Vorgänger – Zeitschriften, Büroartikel und Tabakwaren.

 

Auf eine Besonderheit möchte ich noch hinweisen:

Die Zoo-Restauration wurde im September 1939 beschlagnahmt und dort eine Feldpostpäckchenstelle eingerichtet, die bis zur Zerstörung am 29.6.1943 die Päckchen aus der Heimat an die Soldaten an der Front weiterleitete.

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© Joachim Brokmeier