Die Franzosenschanze - 2020-02

Ausschnitt aus einem Stadtplan um 1900

1798 wurde der Rhein zur östlichen Grenze von Frankreich erklärt. Da die Napoleonischen Soldaten Übergriffe von der rechtsrheinischen Seite befürchteten, zwangen die Soldaten unter General Sebastiani die rheinischen Bauern, eine Schanze zu errichten, damit die Soldaten im Falle eines Übergriffs hinter den Erdwällen Schutz suchen konnten. Diese Schanze lag etwas nördlich der heutigen Mülheimer Brücke, etwa dort, wo sich heute der Tennisklub KKHT befindet.

 

Nach dem Abzug der Franzosen 1814 nutzten die preußischen Soldaten des Feldartillerie-Regiments Nr. 59 die Erdwälle, weil sie - wie ein Zeitzeuge berichtete - „die Steilhänge herauf und herunter, durch Gräben, über Dämme und Hohlwege üben“ konnten.

 

Als dann 1909 die Kasernen an der Boltensternstraße gebaut wurden, benötigten die Pioniere ebenfalls ein passendes Übungsgelände. In dem Zusammenhang wurde die Schanze abgetragen und das Gelände eingeebnet.

 

Heute erinnert noch der Straßenname „An der Schanz“ an dieses Bauwerk. Der Weg führte damals unmittelbar an dem Erdwerk vorbei zum „Weißen Haus“ am Rheinufer.

Auch dieses geschichtsträchtige Gelände gehört heute nicht mehr zu Riehl. Es wurde 1975 Niehl zugeschlagen.

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© Joachim Brokmeier