Der Rheinübergang bei Riehl

Die Schiffbrücke mit Blick auf das Rieher Ufer um 1900

752 Jahre Rheinübergang zwischen Mülheim und Riehl. Das Jubiläum haben wir knapp verpasst, dennoch soll an diesen wichtigen Übergang erinnert werden.

 

1268 erhielt die Abtei Altenberg das Recht, Personen und Waren gegen Entgelt über den Rhein zu transportieren. Und das tat sie auch für über 400 Jahre. Offensichtlich war das ein recht einträgliches Geschäft, so dass um 1700 das Herzogtum dieses Recht zurückerhalten wollte. Dafür musste der Abtei eine hohe Ablöse gezahlt werden. Der Fährbetrieb wurde dann mit einer Gierponte durchgeführt. Hierbei lag ein Ankerschiff stromaufwärts und die Fähre war mit einem Seil verbunden, so konnte man durch geschicktes Steuern den Rhein überqueren.

 

Für ca. 20 Jahre übernahm ab 1844 der Pächter Christoph Musmacher den Fahrbetrieb mit einem Nachen. Abgelöst wurde er 1868 durch die Stadt Mülheim, die dann ab 1872 eine Drahtseilfähre nutzte.

 

1885 kaufte die Stadt Mülheim eine gebrauchte Schiffbrücke in Mainz, die 1888 den Betrieb aufnahm. Diese Brücke war bei Hochwasser und Eistreiben sehr anfällig. Auch gab es viele Unfälle. Langfristig war dieses Bauwerk dem zunehmenden Verkehr nicht gewachsen. So wurde im Eingemeindungsvertrag mit der Stadt Köln 1914 der Bau einer festen Brücke vereinbart.

 

Durch Krieg und Inflation verzögerte sich der Bau und 1929 konnte dann die Brücke, die optisch einer Hängebrücke glich, eingeweiht werden

Einweihung der Brücke am 13.10.1929

Durch Bombenangriffe wurde diese Brücke 1944 zerstört. 1949 begann der Wiederaufbau und 1951 konnte diesmal eine echte Hängebrücke dem Verkehr übergeben werden.

Die neue Brücke um 1951

1976/77 erhielt die Straßenbahn Vorrang, indem man einen gesonderten Gleiskörper schuf.

 

Nun ist die Brücke in die Jahre gekommen, weil der Verkehr stärker wurde, als man es 1949 übersehen konnte. Seit 2013 wird die Sanierung geplant und ist mittlerweile im vollen Gang.

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